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Rauhnächte spirituelle Bedeutung

Die Rauhnächte und ihre spirituelle Bedeutung

Noch bevor ich wusste, was die Rauhnächte eigentlich sind, habe ich den Zeitraum vom 25. Dezember bis zum 6. Januar als einen besonderen wahrgenommen. Vielleicht liegt es daran, dass es eine festliche Zeit mit Familie und Freunden ist. Oder daran, dass ein Jahr sich verabschiedet und man voller guter Vorsätze in ein neues startet. Die Nächte sind in dieser Zeit sehr lang und irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass auch in der Natur eine gewisse Ruhe einkehrt. Es scheint fast, als läge ein Zauber in der Luft.

Was sind die Rauhnächte eigentlich?

Die Rauhnächte beginnen in den meisten Regionen in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. In anderen Gebieten werden sie bereits mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember eingeleitet. Und sie gehen bis zum 6. Januar. Die Wintersonnenwende hatte eine besondere Bedeutung für unsere Vorfahren, da mit ihr das Licht wieder kraftvoller wird und die Tage langsam wieder länger werden.

Eine Rauhnacht geht immer von 00:00 bis 24:00 Uhr. Damit findet sie nicht nur nachts, sondern auch tagsüber statt.

Für unsere Vorfahren waren sie eine heilige Zeit, die man im Kreis der Familie verbrachte. Es gibt unglaublich viele Traditionen und alten Volksglaube rund um diese Zeit. 

Bereits die alten Germanen und die Kelten feierten die “Die Zeit zwischen den Jahren”. Da hier das Mondjahr und das Sonnenjahr aufeinandertreffen.

Ein Mondjahr orientiert sich am Lauf des Mondes und hat 12 Zyklen mit jeweils 29,53 Tagen. Dies ergibt insgesamt 354 Tage. das Sonnenjahr besitzt, wie du bereits weißt, 12 Zyklen mit jeweils 31 oder 30 Tagen (außer der Monat Februar) und kommt damit auf 365 Tage.

Die Differenz hier sind genau 11 Tage und 12 Nächte, die Rauhnächte.

Auch als das Christentum in Europa Einzug hielt, wurden die Rauhnächte weiter gefeiert.

Die spirituelle Bedeutung der Rauhnächte

Unsere Vorfahren glaubten, dass es sich bei den Rauhnächten um eine heilige Zeit handelte. Man glaubte, dass Tore zu anderen Dimensionen weit offen standen. Man glaubte, dass jede Rauhnacht für einen Monat im kommenden Jahr steht. Die erste für Januar, die zweite für Februar, die dritte für März, usw. Darum hielt man bereits Ausschau nach Zeichen für das kommende Jahr. Träumen wurde eine besondere Bedeutung zugemessen und man hoffte bereits einen Blick in die Zukunft werfen zu können.

Man glaubte auch, dass das Schicksal neu gewoben wird und hoffte einen positiven Einfluss darauf nehmen zu können. Man sendete Wünsche aus, für das neue Jahr und hoffte in dieser besonderen Zeit besonderes Gehört zu erhalten.

Die Menschen orakelten in dieser Periode oder gossen Blei. Außerdem praktizierten sie spirituelle Rituale, wie das Räuchern. Feuerrituale hatten eine besondere Bedeutung, da sie das Licht in der dunklen Zeit stärken sollten. So ließ man Nachts eine Kerze im Fenster brennend stehen, zum Schutz.

Es gibt bis heute viele Regeln für diese Zeit aus dem alten Volksglauben. Eine Regel besagt, zum Beispiel, dass in dieser Zeit alle Räder still stehen sollten. Was den Grund hat, dass das Schicksal neu gesponnen wird und man darum nicht selbst das Spinnrad gebrauchen sollte. Auch Türen und Fenster sollten leise geschlossen werden. Wer sie laut schloss, hatte im neuen Jahr mit Unfrieden zu rechnen.

Wie können wir die Rauhnächte für uns nutzen?

Natürlich muss man dem alten Volksglauben keinen Glauben schenken. Was wir aber sehen können ist, dass diese Zeit seit Jahrtausenden eine besondere Zeit ist, in der Menschen spirituell feierten. Es war schon immer eine hoffnungsvolle Zeit, in der das Licht zurückkehrte, man seine Wünsche aussendete und hoffte einen positiven Einfluss auf das eigene Leben nehmen zu können. Vielleicht ist es dieser energetische Abdruck, den wir heute noch fühlen können und der diese Zeit auch für uns zu etwas Besonderem macht.

Die Rauhnächte sind eine wundervolle Möglichkeit, um bewusst inne zu halten. Sich zu fragen, was wünsche ich mir in meinem Leben? Was möchte ich loslassen? Es ist eine ideale Zeit für eine bewusste Verbindung zu dir selbst und dafür, wunderschöne Rituale dafür zu praktizieren.

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